Unfall Glossar · Buchstabe P
Progression
Eine überproportional steigende Unfallleistung bei hohem Invaliditätsgrad, damit schwere Folgen besser abgesichert sind.
Bei einer Unfallversicherung ohne Progression erhalten Sie bei einem Invaliditätsgrad von fünfzig Prozent genau die Hälfte der vereinbarten Grundsumme. Mit Progression steigt die Leistung ab einem bestimmten Invaliditätsgrad überproportional. Je nach Modell kann bei vollständiger Invalidität ein Mehrfaches der Grundsumme gezahlt werden.
Der Gedanke dahinter: Leichte Unfallfolgen lassen sich meist mit eigenen Mitteln bewältigen. Schwere Folgen, die einen Umbau der Wohnung, ein angepasstes Fahrzeug oder dauerhafte Hilfe erfordern, verursachen dagegen besonders hohe Kosten. Die Progression lenkt die Leistung dorthin, wo sie am meisten gebraucht wird, ohne dass die Grundsumme und damit der Beitrag sehr hoch angesetzt werden muss.
Bei einer Unfallversicherung für Menschen ab sechzig steht häufig nicht die Invaliditätssumme im Vordergrund, sondern praktische Hilfe im Alltag nach einem Unfall, etwa Einkaufsdienste, Reinigung oder Fahrdienste. Wie Progression und Hilfeleistungen zusammenspielen, hängt vom Tarif ab.
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