Grundbegriff Glossar · Buchstabe Z
Zinseszinseffekt
Erträge werden wieder angelegt und erwirtschaften selbst Erträge. Über lange Zeiträume ist das der stärkste Hebel beim Sparen.
Der Zinseszinseffekt beschreibt, dass Erträge auf ein angelegtes Kapital nicht ausgezahlt, sondern wieder angelegt werden. Im nächsten Jahr erzielen dann nicht nur die ursprünglichen Einzahlungen, sondern auch die bisherigen Erträge neue Erträge. Das Vermögen wächst dadurch nicht gleichmäßig, sondern mit der Zeit immer schneller.
Für die Altersvorsorge bedeutet das: Die Zeit ist der wichtigste Faktor. Wer mit 25 beginnt, monatlich einen kleinen Betrag zu sparen, kann am Ende über ein größeres Kapital verfügen als jemand, der mit 45 den doppelten Betrag einzahlt, obwohl die Gesamteinzahlung ähnlich ist. Wie groß der Unterschied tatsächlich ausfällt, hängt von der Wertentwicklung ab, die niemand verlässlich vorhersagen kann.
Der Effekt wirkt allerdings auch in die Gegenrichtung: Kosten und Inflation zehren über lange Zeiträume ebenfalls überproportional am Vermögen. Deshalb lohnt es sich, auf die Kosten zu achten und regelmäßig zu prüfen, ob die Sparrate noch zum Ziel passt.
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